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Elektromobilität - Ein Blick in die Zukunft

( 11.07.2012 )
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Die Sonne als  Antrieb

Siemens - Elektromobilität - Mit Energie in die mobile Zukunft

 

                

Die Sonne als Antrieb

Schulzendorfer Elektro setzt auf erneuerbare Elektromobilität

 

Gratis tanken! Sie sagen, das gibt’s doch nicht! Oder halten es für einen schlechten Scherz, ob der seit Jahren steigenden Spritpreise. Da liegen Sie falsch! Denn gratis tanken ist tatsächlich möglich. Und zwar bei uns im Dahmeland! Genauer in Schulzendorf. Hier in der Karl-Liebknecht-Straße betreibt die Schulzendorfer Elektro GmbH eine kleine Tankstelle für Autogas und Autostrom. Und der Strom für Elektromobile wird gratis angeboten!

 

Wie das möglich ist, fragen Sie sich? Strom kostet schließlich auch Geld, auch wenn bei weitem nicht so viel wie Benzin oder Diesel.

Die Antwort ist ganz einfach und – sie liegt auf dem Dach. In diesem Fall auf den Dächern eines riesigen Carports und einer Fahrzeughalle gleich hinter der Tankstelle. Beide Dächer sind komplett mit Solarmodulen eingedeckt. Und das Schulzendorfer Unternehmen speist die Strom-Tanksäule mit dem hier gewonnenen Strom – und nicht wie herkömmlich aus dem kostenpflichtigen Stromnetz!

Aber warum geben die Schulzendorfer ihren Strom gratis ab? Schließlich gibt’s für selbst produzierten, ins Netz eingespeisten Strom doch eine stattliche Vergütung.

Wir fragten den Geschäftsführer der Schulzendorfer Elektro, Thomas Troppens. Seine Antwort: „Wir glauben an die Elektromobilität als wichtige Antriebart der Zukunft. Genauer gesagt an die erneuerbare Elektromobilität.“ Glauben allein genügt aber nicht. Man muss auch etwas dafür tun. „Aus diesem Grund“, so der Unternehmer weiter, „bieten wir den von uns produzierten Strom an unserer Tanksäule noch bis zum 30. September 2012 kostenlos an“.

 

Pilotphase ist abgeschlossen

Elektromobilität – das ist ein inzwischen gängiger Begriff. Seit die Schulzendorfer Elektro vor zwei Jahren als einziges Unternehmen des Landes Brandenburg am großen Feldversuch des Energieversorgers RWE in Berlin teilnahm, ist Elektromobilität auch auf Dahmelands Straßen Realität. Hunderte Ladestationen wurden damals vor allem in der Berliner City installiert. Und eine in Schulzendorf. Dazu testete das Dahmeländer Unternehmen einen Smart mit Elektro-Antrieb auf seine Praxistauglichkeit.

„Anfangs“, so berichtete Thomas Troppens, „gab es schon hin und wieder technische Probleme“.

Seit einem Jahr aber läuft der E-Smart wie ein Uhrwerk und Troppens schätz ein: „das Fahrzeug ist raus aus dem Entwicklungsstadium.“ Mehr noch, es gebe kaum Verschleißteile, die Bedienung ist sehr einfach und der Smart läuft faktisch ohne Geräusche. Dass die E-Mobil-Technik kurz vor der flächendeckenden Serienreife steht, belegen die derzeit schon erhältlichen Modelle verschiedener Hersteller. „Ich beobachte den Fahrzeugmarkt natürlich sehr aufmerksam“, berichtete Troppens, „und habe bereits konkrete Vorstellungen über den Einsatz von E-Mobilen sowohl im Unternehmen als auch privat.“

Auch im Bereich der Ladestationen hat sich eine rasante Entwicklung vollzogen. Die Strom-Tanksäulen sind in der Lage das angeschlossene E-Mobil zu erkennen und dem jeweiligen Stromversorger zuzuordnen. Dadurch kann eine exakte und transparente Abrechnung erfolgen.

Insgesamt, so schätzt Troppens ein, ist die E-Mobilität aus dem Entwicklungsstadium heraus.

Die Pilotphase seit 2009 hat teilweise überraschende Erkenntnisse gebracht. So zum Beispiel über die bevorzugte Lage der Ladestationen. Noch vor knapp zwei Jahren war man davon ausgegangen, dass sich die Ladestationen zu 80 % im öffentlichen Raum befinden müssten und nur zu 20 % in Privathaushalten. Heute weiß man, dass das genau umgekehrt sein wird.

„Die allermeisten Ladestationen werden sich im privaten Bereich befinden“, ist der Schulzendorfer Unternehmer überzeugt. „Der Kunde, der sich ein E-Mobil kauft, wird die Ladetechnik gleich mit dazu kaufen.“

 

Die Zukunft heißt erneuerbare Elektromobilität

So richtig Sinn macht die E-Mobilität erst, wenn sie mit regenerativen Energien kombiniert wird. E-Mobilität aus Solarstrom zum Beispiel ist nahezu emissionsfrei. Und hier liegt das Problem – aber auch die große Chance!

Das Problem besteht in der nicht permanenten Verfügbarkeit von regenerativer Energie. Was wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht, bzw. bei Sturm die Windkraftanlagen ausgeschaltet werden müssen um die bestehenden Stromnetze nicht zu überlasten?

Die Lösung des Problems liegt in der Entwicklung leistungsstarker Speichersysteme. Und dabei kann gerade die Elektromobilität einen ganz entscheidenden Beitrag leisten. Denn hier werden in Zukunft mit der Vielzahl an Autobatterien diese riesigen Stromspeicher zur Verfügung stehen. Um die aber sinnvoll nutzen zu können, sind in den nächsten Jahren bestimmte Voraussetzungen zu schaffen.

Entscheidend wird ein flächendeckendes, kluges Energiemanagement auf der Basis von intelligenten Netzen (Smart Grind) sein. Außerdem ist eine sogenannte bidirektionale Energieübertragung zwischen Fahrzeug und Ladestation einerseits und zwischen Ladestation und Energienetz andererseits notwendig. Das heißt, dass so wie bisher, das E-Mobil seinen Strom aus der Ladestation und damit aus dem Netz lädt. Das Neue aber wird sein – und genau hier liegt die Lösung des Problems -, dass das E-Mobil den nicht benötigten Strom über die Ladestation wieder in das Energienetz abgibt. So wird die erneuerbare Elektromobilität der Zukunft nicht nur eine nahezu emissionsfreie Fortbewegungsart sein, sondern gleichzeitig als flächendeckender Speicher für die nur periodisch anfallenden regenerativen Energien dienen. Und die erneuerbaren Energien stehen so genau dann zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.

Das das keine ferne Zukunftsvision ist – davon ist Thomas Troppens überzeugt. „Der Anteil erneuerbarer Energie ist heute schon in der Bundesrepublik weit höher, als vor Jahren prognostiziert“, stellt der Schulzendorfer Unternehmer fest. Und das Ziel der Bundesregierung bis zum Jahre 2020 über 1 Millionen E-Mobile auf Deutschlands Straßen zu bringen, bestärkt ihn in seiner Überzeugung. Die Zukunft heißt für den Schulzendorfer Unternehmer: Erneuerbare Elektromobilität!

Ausführliche Informationen zu den Themen erneuerbare Elektromobilität und intelligente Netze finden Sie unter www.segmbh.de

T:VE, F:SEG

 
  



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