Tanken mit Sonnenenergie

( 01.10.2010 )
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Märkische Allgemeine vom 28. September 2010             
WIRTSCHAFT
: Tanken mit Sonnenenergie - Schulzendorfer Elektro nimmt an Pilotprojekt teil und träumt von der „Zapfsäule“ am Carport

SCHULZENDORF - Die Firma in der Schulzendorfer Karl-Marx-Straße fällt nicht nur durch ihre rotgerahmten Fenster auf. Der kleine Smart mit der grünen Aufschrift erregt die Neugier. Die Schulzendorfer Elektro GmbH nimmt als einziges Unternehmen Brandenburgs an einem Pilotprojekt in Berlin von RWE und Smart teil. In der Kooperation soll untersucht werden, inwieweit sich Elektroautos in der Stadt bewähren.

„Es gibt viele Vorurteile“, meint Thomas Troppens, Chef der Schulzendorfer Elektro. Für ihn selbst aber steht fest: Das ist eine tolle Sache. Um auch seine Mitarbeiter davon zu überzeugen, lud er sie letzten Freitag unter das Dach des neuen Solar-Carports ein. 210 000 Euro hat die Firma für ihn investiert. Hier fanden sie vom Elektrofahrrad übers Elektromoped bis hin zum Tesla eine breite Palette an Elektrofahrzeugen. „Die Männer haben sie mit Begeisterung ausprobiert“, schwärmt Troppens.

Der Unternehmer hat Visionen – besonders seit der Solar-Carport steht und seine Firma an diesem Pilotprojekt teilnimmt. Er sieht für seine Branche ein völlig neues Betätigungsfeld. Bald könnte mit Hilfe solcher Carports nicht nur an vielen Orten – gedacht ist an größere Einkaufscentren, Autohäuser, mittlere Unternehmen – sauberer Strom mit Hilfe von Solarcarports erzeugt werden. Irgendwann einmal könnten hier sogar Autos „tanken“.

„Ich weiß, das ist noch Zukunftsmusik“, gibt Troppens zu. „Aber noch vor wenigen Jahren waren unsere Mobiltelefone fast so groß wie Aktenkoffer“, lautet sein Gegenargument. Die Zeit rast; die Entwicklung gönnt sich keine Pause. Das Ziel ist für Troppens bereits zum Greifen nah. Ein Elektro-Tesla kann schon heute 200 Kilometer in der Stunde fahren und über 300 Kilometer unterwegs sein, ehe er wieder an die Steckdose muss.

Der Schulzendorfer Unternehmer sieht schon viele solcher „Zapfsäulen“ aus dem Boden sprießen. Mit dem Finger tippt er auf Broschüren mit Modellen der Stromanbieter. Gegenwärtig speist er selbst den Strom aus dem Solar-Carport noch ins öffentliche Netz. In naher Zukunft aber sollen die Fahrzeuge des eigenen Fuhrparks hier quasi über Nacht neue Kraft zum Fahren tanken – aus sauberem, grünen Strom aus Sonne. (Von Andrea Müller)

 

 

 

 

  

  

   
 
   


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