
Vertrag über die Installation einer Fotovoltaikanlage |
| ( 10.05.2006 ) |
| Strom vom Schuldach Firmen finanzieren Fotovoltaikanlage / Kinder erleben Funktion hautnah SCHULZENDORF Eine von drei Firmen finanzierte und genutzte Fotovoltaikanlage wird auf dem Dach der Schulzendorfer Grundschule installiert. Sämtliche Daten der Anlage fließen der Schule für Projektarbeit über erneuerbare Energien zu. Ebenso Überschüsse aus dem erwirtschafteten Strom. Grundlage ist ein Vertrag mit der Gemeinde, der gestern unterschrieben wurde. „Wir könnten uns so etwas gar nicht leisten“, begrüßt Bürgermeister Herbert Burmeister die rund 100 000 Euro teure Investition. Geldgeber sind Schulzendorfer Elektro GmbH, Wärmeversorgungsgesellschaft Königs Wusterhausen (WKW) und das Königs-Wusterhausener Planungsbüro BEV Ingenieure. Diese Firmen gründeten vor zwei Jahren eine Interessengemeinschaft, um die Gewinnung und Nutzung alternativer Energien in der Region zu fördern. Erstes gemeinsames Projekt war die Installation einer Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Königs-Wusterhausener Oberschule „Johann Gottfried Herder“. Nun wird eine rund 716 Quadratmeter große Anlage in Schulzendorf montiert. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten Fläche des Grundschuldaches. Auf dem Schulhof soll eine Tafel installiert werden, die anzeigt, wie viel Strom am aktuellen Tag beziehungsweise insgesamt aus Licht gewonnen wurde. „Mit diesen Zahlen können auch die Kleinen was anfangen“, meint Bürgermeister Burmeister. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass den Kindern die Funktionsweise der Anlage vorher erklärt worden ist. Beispielsweise im Unterricht oder im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft. „Auf diese Weise lernen die Grundschüler, dass diese Anlage Strom nicht nur erzeugt, wenn die Sonne scheint“, sagt BEV-Prokurist Berthold Pohl. Weiter besteht die Möglichkeit, alle Messwerte zu erfassen und auszuwerten. Vielleicht sogar im Internet, so Thomas Troppens, Geschäftsführer der Schulzendorfer Elektro GmbH. „Damit werden sich wahrscheinlich vorwiegend Schüler der fünften und sechsten Klassen beschäftigen“, hofft Bürgermeister Burmeister. Jedenfalls ist es eine großartige Idee, kleine Köpfe schon in der Schule für die Nutzung alternativer Energie zu begeistern. Praktisch erleben die Kinder mit, wie eine Fotovoltaikanlage arbeitet. Die gewinnt aus Lichtenergie Gleichstrom, der wie gesetzlich vorgeschrieben in das Netz des Stromversorgers Eon-Edis eingespeist werden muss. Für jede Kilowattstunde alternativ erzeugten Strom zahlt Eon-Edis 51,8 Cent an die Investoren. „Läuft die Anlage besser als erwartet“, verspricht WKW-Geschäftsführer Werner Lieckefett, „kommen die zusätzlichen Erträge der Schule zugute. Aber ausschließlich für Umweltprojekte. “ FRANK PECHHOLD |
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